Verbandsschweißprüfung Pfälzerwald

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Die VSwP „Pfälzerwald“ - gehört wie „Sachsenwald“, „Hoherodskopf“ und „Elm“ zu den sogenannten klassischen Verbandsschweißprüfungen, weil im Vorfeld der genannten Prüfungen diverse Versuche zur Etablierung einer anspruchsvollen Schweißprüfungs-Ordnung des JGHV angestellt wurden. Führende Jagdkynologen wie Konrad Andreas, Werner Stölter, Dr. Carl Tabel und Dr. Wolfgang Uter waren an den Initiativen maßgeblich beteiligt. Die Versuchs-Ergebnisse sowie die Erfahrungen aus den „Erschwerten Schweißprüfungen“ (im Pfälzerwald seit 1956) führten zur Vorlage für die beschlussfassende Hauptversammlung des JGHV und schließlich zur Verbandsschweiß-Prüfungsordnung 1961.

Paul Obermeyer war die treibende Kraft der VSwP „Pfälzerwald“ und deren Prüfungsleiter von der ersten erschwerten Schweißprüfung (1956) bis zur 33. Verbands-Schweißprüfung (1988). Veranstalter war zunächst die Gruppe Mittelrhein im Verein Deutsch Drahthaar. Heute besteht eine Arbeitsgemeinschaft der DD-Gruppe Mittelrhein mit dem Pfälzischen Jagdgebrauchshundverein (seit 1982) und dem Verein Deutsche Wachtel Landesgruppe Rheinland-Pfalz/Saarland (seit 1992).

Vereinsfremde Richter als Gruppenobleute gehören in der Regel zur VSwP „Pfälzerwald“.

Die „Pfälzerwald“ erfüllt die Forderung nach hinreichenden Verleitungen - hier vor allem durch Schwarz- und Rotwild - in vollem Maße. Hinzu kommen die Strukturvielfalt der Waldbestände (Baumartenvielfalt und Altersunterschiede) sowie verschiedenartige Topographie - alles Vorgaben für anspruchsvolle Fährtenverläufe. Die Jahreszeit der Prüfung, nämlich der Juni, bürgt für sehr ausgeprägte biologische Aktivitäten, insbesondere der Bodenfauna, und der daraus entstehenden Intensität und Vielfalt der Gerüche.

Seit 1982 wird als Rahmenprogramm bei der VSwP „Pfälzerwald“ ein Anschußseminar für die Jäger und Hundeführer durchgeführt. Zudem bietet die „Pfälzerwald“ interessierten Zuschauern die Möglichkeit, unter fachkundige Führung (bislang in der Regel durch Uwe Tabel) die Arbeiten der Hunde einer Richtergruppe kritisch zu begleiten.

Paul Obermeyer hat kurz vor seinem Tod 1988 die Paul-Obermeyer-Stiftung ins Leben gerufen. Helfer, Richter, Hundeführer und andere Förderer, die sich besonders um die „Pfälzerwald“ verdient gemacht haben, werden gemäß der dafür erstellten Statuten mit dem „Schweißriemen in Bronze, Silber und Gold“ ausgezeichnet.

Ergebnisse 1956 - 2013

Literatur