Reineke, seltener Reinke, ist der Fabelname des Fuchses.
Hans-Dieter Willkomm führt zu Etymologie des Namens aus: „Die dem Fuchs nachgesagte Schlauheit führte dazu, daß er in der Tiersage, zuerst 1100 in Flandern, den Menschennamen Reginhart erhielt. Der Name Reginhart (mhd. Reinhart, mnd. Reinart, gekürzt zu Reineke und Reinke) setzt sich zusammen aus dem germanischen ragin = Rat und dem althochdeutschen Adjektiv hart = fest und bedeutet soviel wie <Ratfester>, <Ratskundiger> bzw. <Ratgeber>. In der Tierdichtung wird der Fuchs allen Tieren gegenüber als Ratgeber bezeichnet. Aus dem vielgelesenen, 1498 in Lübeck erschienenen mittelhochdeutschen <Reinke de Voß> drang der Name Reineke ins Hochdeutsche.“ (S. 169) Das Epos <Reinke des Voß> bediente sich als Vorlage dem mittellateinischen Tierepos Ysengrimus (Isengrimus, -grinus), das in der Mitte des 12. Jahrhunderts (wohl 1148/49) entstanden ist, vermutlich verfasst von dem Kleriker Nivardus von Gent und den Epos <Reinhard Fuchs> von Heinrich der Glichezare (um 1185).
Die Fabel wurde von Johann Christoph Gottsched 1752 ins Deutsche übertragen und 1794 von Goethe bearbeitet.

In Krünitz´s Ökonomischer Encyklopädie findet man den Hinweis, dass in einigen Gegenden Reineke auch die Bezeichnung für den Storch darstellt. Darüberhinaus bezeichnet bei Krünitz der Jäger nur den männlichen Fuchs als Reineke.